Ersatz-Akkus für die Sony A7

Wie du vielleicht schon hier erfahren hast, fotografiere ich seit Mitte 2014 mit einer Sony A7. Die berühmte und dafür von vielen gehasste Kamera-Serie mit dem vergleichsweise sehr hohen Stromverbrauch - oder zu kleinem Akku. Wohl eher beides zusammen. 🙂

Das hat mich jedoch nie sonderlich gestört. Immerhin hat man dafür eine sehr kompakt gebaute und leichte Kamera. Ersatzakkus sind so oder so immer dabei.

 

Als Ersatzakku hatte ich mir damals gleich 4 (!) zusätzliche gekauft. Diese waren von Patona (nicht auf dem Bild oben).  Die waren weeesentlich günstiger als die originalen von Sony. Damals rund 47 EUR für 2 Akkus incl. Ladegerät. Das war ein echter Knallerpreis! Zu der Zeit war die Auswahl an Zubehör für die noch ziemlich neue Sony noch nicht so üppig. Grade weil bei der Kamera ja auch kein Ladegerät mit dabei war. Ja Sony, das war damals etwas mager!

Somit ging mir, bzw. vielmehr der Kamera mit 5 Akkus erstmal nicht so schnell der Saft aus.
Es wurde bei jedem Wetter und zu jeder Uhr-, und Jahreszeit fotografiert.

Der erste knackige Winter ließ auch nicht lange auf sich warten.

Doch dann waren 4 Ersatzakkus recht schnell leer, zumindest zeigten sie das an. Kälte mögen Akkus allgemein nämlich garnicht. Da hilft übrigends das Aufwärmen der Akkus in der Hosentasche. Kennt man ja schon von Smartphones & Co.

Da hat sich dann auch zum ersten Mal recht deutlich der Unterschied zwischen dem Originalen und der günstigen Nachbau-Version gezeigt. Während schon nach einer geschätzten halben Stunde (bei ca. -10°) die frisch geladenen Billigheimer die Grätsche machten und die Kamera "Akku erschöpft" anzeigte (und dabei war die Kamera einfach nur ab und zu mal eingeschaltet ohne hunderte Bilder gemacht zu haben), machte dem Sony-Akku die Kälte offenbar nicht ganz so viel aus. Der hat jedenfalls gefühlt mind. doppelt so lange durchgehalten.
Immerhin kostet der ja auch ein Vielfaches mehr.

Wer billig kauft, muss dann eben öfter wechseln. Ist ja kein großes Ding.

Mit Batteriegriff, welcher die kleine Kamera zudem wesentlich griffiger macht, war die relativ kurze Akkulaufzeit eh kein großes Problem für mich, da man dort ja schließlich 2 von den Dinger drin hatte.
Die werden übrigends nacheinander entladen entladen, was ziemlich praktisch ist. Der Ladezustand wird dann für beide angezeigt.

 

So kann man bei Gelegenheit in Ruhe den Leeren ersetzen ohne später 2 halbvolle ans Ladegerät hängen zu müssen.

Soweit so gut.

So konnte man relativ unbeschwert etwa eineinhalb bis zwei Jahre fotografieren.

Nach dieser Zeit merkte ich jedoch, dass die günstigen Patonas allmählich nachließen. Meistens grade dann, wenn der Fotograf die meiste Ausdauer hatte und die Touren immer länger und anspruchsvoller wurden. 🙂

Dazu musste es noch nicht mal tiefsten Winter haben. Da war es nun auch im Sommer möglich, dass die Akkuanzeige im ersten Moment noch satte 50% anzeigt und im nächsten Moment einfach so auf "Leer" wechselt. 

Kurz darauf steht dann nur noch "Akku erschöpft" am Display bevor dieses schwarz wird.

 

Das ist dann schon weniger schön, wenn nach kurzer Zeit BEIDE Akkus im Batteriegriff auf einmal gewechselt werden wollen.
Mit dem Kauf einer zusätzlichen A7s waren dann immerhin 2 weitere Sony-Akkus mit im Gepäck. Die schwachen Patonas kamen dann mehr oder weniger nur noch für die Schnappschüsse zum Einsatz.

Allerdings bemerkte ich allmählich beim Wechsel der kleinen Energiespeicher, dass diese Akkus irgendwie nicht mehr so gut in die Kamera passten, bzw. etwas schwerer als gewöhnlich aus der Kamera raus zubekommen waren. Im Gegensatz zu den Originalen.

Was war da denn los?

Der Industriemechaniker in mir zückte dann gleich mal den Messschieber aus dem Schreibtisch. Der Grund war dann schnell gefunden. Die Dinger wurden tatsächlich dicker und blähten sich regelrecht auf!

 

DIE Teile kamen SO jedenfalls nicht mehr in die Kamera! Klar. Wie auch. Passten ja beinahe eh nicht mehr. 😉

Hatte jedenfalls keine Lust drauf, dass die dann womöglich noch in der Kamera oder im Rucksack aufgeplatzt wären oder ähnliches.

Ob ich mit denen bei meinen Touren zu hart umgegangen bin, dass sie die Kälte nicht vertragen haben, oder ihnen im Sommer mal zu warm wurde kann ich nicht sagen. Die Sony-Akkus mussten da schließlich genau so durch. Und die hab ich noch heute im Einsatz. Bisher ohne gravierenden Kapazitätsverlust oder Anzeichen von "Übergewicht".

Die 4 unbrauchbar gewordenen Patonas hab ich mittlerweile jedoch ersetzt. Natürlich wieder durch günstigere Dritthersteller-Akkus. 🙂

Da hab ich mich dieses mal jedoch für die Marke Baxxtar, sowie Blumax entschieden. Nach knapp 4 Jahren gibt es da jetzt immerhin eine große Auswahl. Auch wenn ich da nicht sicher bin, ob die am Ende nicht beide vom gleichen Hersteller kommen und nur anders bedruckt werden. 🙂

Bisher schlagen sich alle tapfer und haben auch noch kein Anzeichen von Übergewicht. Die ersten Baxxtar's haben auch schon 2 Jahre hinter sich.

Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass die mich noch ne ganze Weile auf meinen Touren begleiten und das Display meiner Kamera noch viele Male erstrahlen lassen. 😉

Zum Laden der FW50-Akkus hab ich mir vor knapp eineinhalb Jahren den Hähnel ProCube zugelegt. Damit sieht man den jeweiligen Ladezustand der Akkus auf einem Display. Das Beste ist aber: Man kann 2 parallel laden! Denn von den kleinen Akkus ist ja oft nicht nur einer leer. 🙂  Und das ganze dann auch noch zügiger als mit den günstigen ladegeräten die mit den Akkus mitgelierfert wurden. Man kann bei Bedarf aber zB auch normale Mignon AA-Akkus laden. Oder das Smartphone über den integrierten USB-Anschluss. Eben ziemlich gut durchdacht das Teil!

Sollte es zu den verwendeten Akkus Neuigkeiten geben, dass evtl. doch noch der eine oder andere "Dick" wird, werde ich den Blog hier selbstverständlich aktualisieren. 😉

Wie sind deine Erfahrungen mit Akkus von Dritthersteller? Poste es einfach in die Kommentare hier drunter!

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Manuel GlaserUdoHans-Peter Liedtke Recent comment authors
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Hans-Peter Liedtke
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Danke für den Artikel.
Würde mich doch mal interessieren, wie der Hersteller die „schwangeren“ Akkus erklärt. Nur den wird mal wahrscheinlich nicht erreichen.
Wohl eher find man hier eine einigermaßen plausible Erklärung:
http://www.akkushop.de/de/news/akku-stark-aufgeblaeht-was-ist-die-ursache-und-was-kann-ich-tun/

Drum merke: Wer billig kauft, kauft zweimal

Udo
Gast
Udo

Habe mit den Produkten von RAVPower bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht, so dass ich mir auch die Sony-Akkus (https://www.amazon.de/dp/B06WD8W4PB/) inkl. Ladegerät von denen geholt habe und bin nicht enttäuscht worden. Die Akkus halten auch mal 2 Wochen ohne auch nur einen Prozentpunkt in der Kamera-Akkuanzeige einzubüßen. Minusgrade mussten sie bisher noch nicht mitmachen. Sobald sich die Gelegenheit ergibt, kann ich gerne etwas dazu schreiben.